Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Hörbilder

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Häuser und Träume". Die Schriftstellerin Verena Mermer über ihre Erinnerungen an Aserbaidschan "häuser und träume werden dort schneller abgetragen als kleidung. keine sandfarbenen bauten, keine fliesen, keine boutiquen. graue oder andersfarbig gestrichene häuser; aufgerissenes graues pflaster, aus dem hie und da gräser sprießen; eckläden und zitronenverkäuferinnen." - So hat die österreichische Schriftstellerin Verena Mermer in ihrem Roman "die stimme über den dächern" das Jugendstilviertel Bakus, der Hauptstadt von Aserbaidschan, beschrieben. 2011 hat Verena Mermer als Sprachlehrerin ein halbes Jahr in Aserbaidschan verbracht und erinnert sich in ihren "Gedanken für den Tag" im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Nebenan: Erkundungen in Europas Nachbarschaft - Aserbaidschan an die Erlebnisse dieser Zeit: an Kameras in Klassenzimmern und Geheimdienstmitarbeitern vor der Tür, an selbstbewusste Studentinnen und ihre Gedanken zu Jungfräulichkeit, an Bagger, die Zeugen der Vergangenheit vernichten, an muslimische Gebete, die Menschen Halt geben und das Frühlingsfest Nouruz, das von Streitenden verlangt, sich öffentlich auszusöhnen. Verena Mermer begibt sich in ihren "Gedanken für den Tag" auf einen sehr persönlichen Streifzug durch ein vielfältiges Land im Kaukasus. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 March Movie. Hörspiel von Michael Köhlmeier Peter Klein Gestaltung: Stephan Pokorny Als 1968 bei einem Musikfest in Hohenems eine Blasmusikkapelle verschwindet, scheint dies weder die Behörden noch die Bevölkerung besonders zu kümmern. Nur der Bahnschrankenwärter Oskar Zambanini, nimmt sich der Sache an. Seine Hartnäckigkeit macht ihn zum Außenseiter. Nach vierzehn Jahren der Suche aber werden seine Bemühungen belohnt: Unter einem Stein findet er die verschollene Blaskapelle, allerdings in stark verändertem Zustand. Ein ORF-Team macht sich auf, um über den Fall zu berichten - "March Movie", ein Stück, das die Mittel und Möglichkeiten des Features und des Hörspiels verschränkt, gilt heute als Klassiker und zählt zu den meistgespielten Hörspielen im deutschsprachigen Raum. Ö1 veröffentlicht die Produktion zum 35-jährigen Jubiläum der Erstausstrahlung.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Pasticcio

08.55 Uhr
Heimspiel

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Hörbilder

Nebenan - Schwerpunkt Aserbaidschan. Der Architekt und die Kirche. Von Erich Klein und Peter Waldenberger Berg Karabach, wörtlich "schwarzer Garten", die mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region im südlichen Kaukasus, war immer schon umstritten. Hier regierten Seldschuken und Perser, ab dem 19. Jahrhundert Teil des russischen Zarenreiches, wurde Karabach in den 1920er Jahren von den Sowjets der Aserbeidschanischen Sozialistischen Volksrepublik zugeschlagen. Der von Massendemonstrationen, Pogromen und Kriegen begleitete Untergang der UdSSR wurde von der Autonomen Region Karabach genützt, um im September 1991 die Unabhängigkeit zu erklären. Die internationale Gemeinschaft hat den De-Facto-Staat, der sich heute selbst "Republik Arzach" nennt, nicht anerkannt; sowohl die Vereinten Nationen, als auch der Europarat betrachten das Gebiet als Bestandteil Aserbeidschans. Ein Mann greift tief in die Tasche und renoviert zuerst den Friedhof einer kleinen Siedlung in Berg-Karabach nahe der iranischen Grenze. Auf eigene Kosten lässt er dann die ob ihrer Größe fast als Kirche zu bezeichnende ansehnliche Kapelle wiederaufbauen, schließlich werden auch einige Häuser, die während des Krieges um Bergkarabach zu Beginn der 1990er Jahre zerstört wurden, wieder instandgesetzt. Der Mann heißt Maxim Atayants, ist ein in Sankt Petersburg lebender Architekt mit armenischen Wurzeln, dessen Vorfahren aus dem besagten Dorf namens Karagluch stammen. Sein mittlerweile seit mehr als einem Jahrzehnt betriebenes Projekt, im Zuge dessen auch mehrere armenische Flüchtlingsfamilien aus Syrien in Karagluch eine neue Heimstatt fanden, versteht Atayants als rein private und humanitäre Aktion jenseits aller Politik. Redaktion: Elisabeth Stratka

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ö1 Klassik-Treffpunkt

Präsentation: Helmut Jasbar.

11.35 Uhr
nach-gehört

March Movie. Hörspiel von Michael Köhlmeier Peter Klein Gestaltung: Stephan Pokorny Als 1968 bei einem Musikfest in Hohenems eine Blasmusikkapelle verschwindet, scheint dies weder die Behörden noch die Bevölkerung besonders zu kümmern. Nur der Bahnschrankenwärter Oskar Zambanini, nimmt sich der Sache an. Seine Hartnäckigkeit macht ihn zum Außenseiter. Nach vierzehn Jahren der Suche aber werden seine Bemühungen belohnt: Unter einem Stein findet er die verschollene Blaskapelle, allerdings in stark verändertem Zustand. Ein ORF-Team macht sich auf, um über den Fall zu berichten - "March Movie", ein Stück, das die Mittel und Möglichkeiten des Features und des Hörspiels verschränkt, gilt heute als Klassiker und zählt zu den meistgespielten Hörspielen im deutschsprachigen Raum. Ö1 veröffentlicht die Produktion zum 35-jährigen Jubiläum der Erstausstrahlung.

11.40 Uhr
help - das Ö1 Konsumentenmagazin

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Le week-end

Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib

14.00 Uhr
Ö1 Hörspiel

"Das Ende von Iflingen" von Wolfram Lotz. Mit Wolf-Dietrich Sprenger, Steffen Schortie Scheumann, Lars Rudolph, Cathleen Gawlich, Florian von Manteuffel, Wolfgang Pregler, Hedi Kriegeskotte, Christiane Rossbach, Hartmut Stanke und Susanne Schäfer. Technik: Andreas Völzing. Musik: Peter Kaizar. Regie: Leonhard Koppelmann (SWR 2019) Der Tag des Jüngsten Gerichts ist angebrochen. Mit flammendem Schwert und voll Arbeitseifer steht Erzengel Michael am Rande des kleinen Dorfes Iflingen im Schwarzwald, auf seinen "Hilfsengel" Ludwig wartend. Der kommt ohne Schwert, aber mit Posaune, hat nicht nur keine Ahnung vom göttlichen "Auftrag", sondern meldet auch noch Zweifel daran an. Entnervt schreitet Erzengel Michael voran, den verzagten Posaunenengel im Schlepptau, um die göttliche Anweisung, die Einwohner Iflingens "zu Asche zu schlachten", energisch in die Tat umzusetzen. Doch sie treffen keine Menschen, sondern einen arbeitswütigen Igel, einen sehnsuchtsvollen Mauersegler und ein masochistisches Schwein. Und die Menschen, wo sind die? Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, wuchs im Schwarzwald auf. Er studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er schreibt Theaterstücke, Lyrik, Prosa und Hörspiele. "Das Ende von Iflingen" war Teil des 2019 im Akademietheater uraufgeführten Stücks "In Ewigkeit Ameisen" mit Christiane von Poelnitz und Katharina Lorenz als Engel.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Klassik

mit Gerti Mittermeyer Erinnerungen an den Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez Igor Strawinsky: Eight Instrumental Miniatures for 15 players (Ensemble InterContemporain, Leitung: Pierre Boulez) Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 17 in G-Dur KV 453 (Lang Lang, Klavier, Wiener Philharmoniker, Dirigent: Pierre Boulez) Pierre Boulez: "Figures, Doubles, Prismes" für drei Orchestergruppen (ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Reinhard Peters) Maurice Ravel: "Le Tombeau de Couperin" Suite für Orchester (Gustav Mahler Jugendorchester, Dirigent: Pierre Boulez) Wagner-Dirigent und Aushängeschild der musikalischen Avantgarde - das muss kein Widerspruch sein. Der Komponist und Dirigent Pierre Boulez, der eigentlich Mathematiker werden sollte, hat mit seiner Präsenz in Salzburg die Festspiele der letzten Jahrzehnte ganz maßgeblich geprägt. Der rebellische Künstler, der sein einstiges Idol Schönberg für tot erklärt hat und ironisch gefordert hat, die Opernhäuser in die Luft zu sprengen, war zeitlebens bemüht, den Spagat zu schaffen zwischen IRCAM Paris, sowie den aktuellsten Musikströmungen und Hochkultur in Bayreuth oder Salzburg. Am 26. März jährt sich zum 95. Mal der Geburtstag des 2016 verstorbenen Künstlers.

16.57 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Nachrichten

17.05 Uhr
Diagonal

HERstory - die andere Geschichte der letzten 500 Jahre. Geschichte ist männlich. Ein Glück, wenn man auf Millionen Seiten (!) der Geschichtsschreibung auch Frauennamen findet - abgesehen von den paar Herrscherinnen, die herrschen durften, weil es keine männliche Alternative gab. Seltsam, waren doch schon immer an die 50% der Menschheit weiblich. Kann es sein, dass sie nichts beigetragen haben zu Wissenschaft, Kunst, Literatur, Gesellschaft, Politik, diese Frauen? Die Wahrheit ist freilich eine andere: man muss nur die weiblichen Spuren freilegen. Erst vor nicht langer Zeit hat man damit begonnen, jetzt ist es sogar eine Art Trend: Ausstellungen und Bucherscheinungen widmen sich den Errungenschaften des "anderen Geschlechts". Diagonal widmet sich mit diesem ersten Teil einer losen Reihe den "Alternative Truths" - jene nämlich, die da sind, aber nicht gesehen werden. Denn, gegen den Strich interpretierte Fakten können ein völlig neues Bild der Welt ergeben. Warum also nicht die Perspektive wechseln? Diagonal betrachtet die Neuzeit aus weiblicher Perspektive. Mit einem aus Fakten destillierbaren Blick, der abweicht, erweitert, sich von Tradiertem unterscheidet. Es lohnt etwa ein Fokus auf die umsturzgetriebenen Jahrzehnte zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert, zwischen Feudalismus und aufkeimendem Bürgertum, zwischen Barock und Klassik, Aufklärung und Revolution, zwischen den zu Lebzeiten berühmten Malerinnen Artemisia Gentileschi und Marie Louise Élisabeth Vigée-Lebrun, den Wissenschafterinnen Emilie du Chatelet und Margaret Cavendish, den Komponistinnen von Maddalena Casulana Mezari über Barbara Strozzi zu Lili Boulanger und einigen Frauen mehr - alternative Wahrheiten, die wir schleunigst in unser konventionelles Geschichtsbild einbauen sollten. Mit Beiträgen von Alexandra Augustin, Nicole Dietrich, Erich Klein, Thomas Mießgang und Astrid Schwarz. Gestaltung: Ines Mitterer Erstaustrahlung: 27. April 2019

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Logos - Glauben und Zweifeln

"Was glauben Sie?" - Der EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji Eigentlich ist er ein kleiner Fehler im großen System. Ali Mahlodji wurde 1981 in Teheran geboren. Im Alter von zwei Jahren kam er als Flüchtlingskind nach Österreich, da seine Eltern vom iranischen Regime verfolgt wurden. Er wuchs zunächst im Flüchtlingsheim Traiskirchen auf. Später zogen die Eltern nach Wien, wo er die Schule besuchte, aber alsbald abbrach. Mahlodji jobbte jahrelang orientierungslos in 40 verschiedenen Jobs herum. Eine private Krise wurde zu einem großen Wendepunkt in Mahlodjis Existenz. Er beschloss, seinem Leben einen neuen Sinn zu geben und wurde zunächst Lehrer. Bald erkannte er, dass das größte globale Problem der Jugend Orientierungslosigkeit ist. So beschloss er im Jahr 2010 seine Kindheitsidee eines Handbuchs der Lebensgeschichten selbst umzusetzen. Auf der von ihm zu Hause geschaffenen Internetplattform WHATCHADO.com erzählen tausende Menschen aus über hundert Nationen in kurzen Videoclips wer sie sind, was sie tun, wie sie zu den Menschen wurden, die sie heute sind und worauf es im Leben wirklich ankommt. Mittlerweile sind es über 5000 Lebensgeschichten - von der Friseurin bis zum Feinmechaniker, vom Präsidenten bis zur Friedensnobelpreisträgerin, von der Universitätsprofessorin bis hin zum Nachbarn von nebenan -, die Ali Mahlodji und sein Team für "Whatchado" eingefangen haben. Das mittlerweile international agierende Start-Up WHATCHADO beschäftigt Mitarbeiter/innen aus über 10 Nationen und wurde international mehrfach ausgezeichnet - unter anderem mit dem UN World Summit Award und dem Staatspreis für Bildung und Wissen. Ali Mahlodji entwickelte das Berufsorientierungskonzept "whatchaSKOOL". Er besucht zahlreiche Schulen und ermuntert die Schülerinnen und Schüler, ihrer Berufung nachzugehen. Dabei erzählt er auch über seinen Werdegang vom Flüchtling und Schulabbrecher zum Unternehmer, der seine Träume lebt. Mittlerweile wurde Mahlodji zum EU-Jugendbotschafter ernannt und versucht dabei, wie er sagt, "die Welt zu retten". Er übernahm die Leitung des Bereichs Bildung Persönlichkeitsentwicklung an der Akademie für Potentialentfaltung und arbeitet auch als Trendforscher beim Zukunftsinstitut. Woran er selbst glaubt, erläutert der charismatische "Chief storyteller" im Gespräch mit Johannes Kaup.

19.30 Uhr
Live-zeitversetzt aus der MET - Jules Massenet: "Werther"

Mit Piotr Beczala (Werther), Joyce DiDonato (Charlotte), Etienne Dupuis (Albert), Erin Morley (Sophie) Metropolitan Opera Chorus, Metropolitan Opera Orchestra; Dirigent: Yannick Nézet-Séguin (zeitversetzte Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera New York)

22.10 Uhr
Nachrichten

22.15 Uhr
Nachtbilder - Poesie und Musik

"Chaos und Anfang". Von Marie-Thérèse Kerschbaumer. Es liest: Pippa Galli. Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser In dem Poem "Chaos und Anfang" finden die Erkenntnisse der Weltraumphysik und die Erinnerung an mythische Dichtung gleichermaßen ihren sprachlichen Ausdruck. In einer Synthese aus lyrischer Prosa und naturwissenschaftlichen Beschreibungen, aus antikem Mythos und Gegenwartsbild, versucht Marie-Thérèse Kerschbaumer eine Darstellung für das, was die Menschheit heute mit ganz neuen Mitteln erforscht. Marie-Thérèse Kerschbaumer, geboren 1936 nahe Paris studierte romanische und deutsche Philologie in Wien, wo sie seit 1971 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin lebt. Erstsendung: 20.1.2018

23.10 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

Ursula Reicher im Interview und mit "The Void Quintet" im Wiener RadioCafe. Jazz aus Aserbaidschan: Rain Sultanov Die 1992 in der Südoststeiermark geborene Ursula Reicher, die seit 2010 in Graz lebt, macht seit einigen Jahren als Sängerin, Pianistin und Komponistin in unterschiedlichsten Stil-Kontexten auf sich aufmerksam, etwa im "Street View Dixie Club" oder im von Ed Partyka geleiteten "Graz Composers Orchestra". Reichers Vorzeigeprojekt ist indessen das Kammer-Jazz-Ensemble "The Void Quintet", mit dem sie 2019 das bemerkenswerte Album "Globular Cluster" vorlegte. Ursula Reicher steht hier ein Blechbläserquartett gegenüber, bestehend aus je zwei Trompeten und Posaunen. Und die Musik ist erst recht ungewöhnlich: Harmonisch dicht gefügte, mitunter an zeitgenössische Fanfaren und Choräle erinnernde Bläsersätze vernimmt man da, in die sich organisch improvisierte Linien einfügen, und die von Klavier und Stimme mitunter in Richtung Songform gelenkt werden. Verena Göltl präsentiert das Konzert von "The Void Quintet" (mit Dominic Pessl, Gerhard Ornig, Adam Ladányi und Johannes Oppel) vom 14. Februar 2020 im Wiener RadioCafe, aufgenommen in der Reihe "5 Mio. Pesos", und bittet Ursula Reicher zum Gespräch. Außerdem: Musik von Rain Sultanov, der als Saxofonist, Jazzhistoriker und Gründer des Baku Jazz Festival eine zentrale Stellung in der aserbaidschanischen Musikszene innehat. Ein Beitrag zum Aserbaidschan-Schwerpunkt in der Ö1 Reihe "Nebenan". Gestaltung: Verena Göltl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

(Fortsetzung) Ursula Reicher im Interview und mit "The Void Quintet" im Wiener RadioCafe. Jazz aus Aserbaidschan: Rain Sultanov; 01:00, 02:00 MEZ = 03:00 MESZ und 05:00 Uhr Nachrichten Die 1992 in der Südoststeiermark geborene Ursula Reicher, die seit 2010 in Graz lebt, macht seit einigen Jahren als Sängerin, Pianistin und Komponistin in unterschiedlichsten Stil-Kontexten auf sich aufmerksam, etwa im "Street View Dixie Club" oder im von Ed Partyka geleiteten "Graz Composers Orchestra". Reichers Vorzeigeprojekt ist indessen das Kammer-Jazz-Ensemble "The Void Quintet", mit dem sie 2019 das bemerkenswerte Album "Globular Cluster" vorlegte. Ursula Reicher steht hier ein Blechbläserquartett gegenüber, bestehend aus je zwei Trompeten und Posaunen. Und die Musik ist erst recht ungewöhnlich: Harmonisch dicht gefügte, mitunter an zeitgenössische Fanfaren und Choräle erinnernde Bläsersätze vernimmt man da, in die sich organisch improvisierte Linien einfügen, und die von Klavier und Stimme mitunter in Richtung Songform gelenkt werden. Verena Göltl präsentiert das Konzert von "The Void Quintet" (mit Dominic Pessl, Gerhard Ornig, Adam Ladányi und Johannes Oppel) vom 14. Februar 2020 im Wiener RadioCafe, aufgenommen in der Reihe "5 Mio. Pesos", und bittet Ursula Reicher zum Gespräch. Außerdem: Musik von Rain Sultanov, der als Saxofonist, Jazzhistoriker und Gründer des Baku Jazz Festival eine zentrale Stellung in der aserbaidschanischen Musikszene innehat. Ein Beitrag zum Aserbaidschan-Schwerpunkt in der Ö1 Reihe "Nebenan". Gestaltung: Verena Göltl